Mit zunehmender Höhe steigert sich auch der fotografische Anspruch dieser Wanderung: durch das Bachtal der kleinen Ohe geht´s zum "Stausee" Martinsklause und dann durch die "Ranne" - vorbei am "Teufelsloch" und über den Hochwaldsteig zur Himmelsleiter. Die moosbewachsenen Steine, das prägnante Wurzelwerk und der Bachlauf erleichtern den bildgestalterischen Einstieg in die Tour - hier ist es noch einfach, Akzente zu setzen und bildgestalterisch zu glänzen. Weiter oben aber sieht es zwar imposant aus - abgestorbene Bäume, ein Meer von grüngelblichen Granitsteinen und ein atemberaubendes Panorama machen Lust auf´s fotografieren - aber es nicht nicht einfach, dieser "Fülle" Herr zu werden. Sonnenunter- und -aufgang helfen dabei, das ganze zumindest atmosphärisch zu verdichten.
Der Lusen fordert nicht nur das gesamte bildgestalterische Repertoire - er bietet auch ein großes Spektrum an technischen Anforderung. Neben dem (Auf-) Einstieg in die Landschaftsfotografie und seinen Filtern erfodern die widrigen Lichtverhältnisse vor und nach dem Sonnenauf- oder Untergang einige technische Rafinessen: Belichtungsreihen und Langzeitbelichtungen, Panoramen und Montagen erscheinen notwendig oder zumindest ratsam.